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Dulcamara
Solanum dulcamara – Bittersüß

Beschreibung:
Die hin- und hergebogenen kletternden Zweige dieses Halbstrauches können bis vier Meter lang werden, und verbreiten oft einen unangenehmen Geruch. In der Jugend grün, werden sie im Alter meist gelbgrau und rindig.

Die herzförmigen Blätter sind an den Zweigspitzen spießförmig, zugespitzt, an der Basis herzförmig abgerundet, ganzrandig, zerstreut haarig, bläulich grün und vier bis dreizehn Zentimeter lang.


Die gegenüberstehenden Blüten sind gestielt, hängen wie kleine Trauben meist zwischen den Blättern. Der fünfspaltige Kelch ist dunkelviolett; die radförmigen Blumenkrone mit feinspaltigem Saum ist etwas heller gefärbt, in seltenen Fällen weiß. Die fünf Staubgefäße tragen gelbe Beutel, die zusammengedrängt einen hervorragenden Kegel bilden, durch den der fadenartige Griffel hindurchläuft.
Die länglichen Beeren 1-1,5 Zentimeter lang, sind schön feurig blutrot und sehr glänzend, sie tragen kugelige Samen.

Verbreitung:
Mit Ausnahme der arktischen Teile ist das Bittersüß durch ganz Europa, Asien und Nordamerika verbreitet. In den Alpen steigt die Pflanze oft bis zu 1490 Meter hoch. Sie liebt schilfbewachsene Ufer, feuchte Weiden. Rankt sich oft an anderen Sträuchern empor. Blüht meist Juli und August.

Verwendung in der Homöopathie

Erstprüfung:
Hahnemann, S. Reine Arzneimittellehre.
Bd. I. Dresden 1811, S. 49-54.
Hahnemann, S. Die chronischen Krankheiten.
Bd. II. 2. Aufl. Dresden u. Leipzig 1837, S. 258-276 (11828).

Verwendete Ausgangsstoffe:
Ausgepreßter Saft der jungen Stengel und Blätter, mit Weingeist zu gleichen Teilen gemischt [Hahnemann, S. Reine Arzneimittellehre. Bd. I. Dresden 1811, S. 49.]
Tinktur, hergestellt aus den im Frühling gesammelten Sprößlingen und den im Herbst gesammelten reifen Beeren [Wesselhoeft, W.P. Provings of Dulcamara. PIH 8(1887) 180.]



Wirkungsdauer:
Lang [Hahnemann, S. Die chronischen Krankheiten. Bd. II.
2.Aufl. Dresden u. Leipzig 1837, S. 258.]


Weitere Informationen unter:
www.gypser-verlag.de


Bilder- und Literaturverzeichnis:
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes. Tafelband III.
    Dresden 1893, Tafel 171.
Gypser, K.-H. (Hrsg.) Materia Medica Revisa Homoeopathiae – Dulcamara /
    verfasst von Klaus-Henning Gypser. Glees, 2007, S. 5
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes. Band I.     Dresden 1893, S. 404-405.





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